Die Schweizerische Staatsschreiberkonferenz (SSK) hat Stefan Bilger, Staatsschreiber des Kantons Schaffhausen, zum neuen Präsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Barbara Schüpbach-Guggenbühl, Staatsschreiberin des Kantons Basel-Stadt, an.

An ihrer Herbstkonferenz vom 9. September wählte die Schweizerische Staatsschreiberkonferenz Stefan Bilger zum neuen Präsidenten. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg, wo er 2001 in diesem Fach seinen Doktortitel erlangte. Vor seiner Tätigkeit als Staatsschreiber war er in verschiedenen Bereichen in der Justiz und Verwaltung tätig, zuletzt von 2001 – 2007 als Generalsekretär des Finanzdepartementes des Kantons Schaffhausen, bevor er 2008 zum Staatsschreiber des Kantons Schaffhausen ernannt wurde. Er ist seit 2017 Vizepräsident der SSK.

Barbara Schüpbach-Guggenbühl war von 2016 bis 2022 Präsidentin der SSK. Zuvor war sie Vizepräsidentin. Während ihrer Amtszeit setzte sich Frau Schüpbach-Guggenbühl insbesondere für das E-Voting-Projekt ein, an dem die Schweizerische Staatsschreiberkonferenz in enger Zusammenarbeit mit der Bundeskanzlei gearbeitet hat. Während der Coronavirus-Pandemie war die SSK unter anderem sehr engagiert bei der Klärung der Verfahren für die Zusammenarbeit zwischen den Bundes- und den kantonalen Behörden.

Der Vorstand der Schweizerischen Staatsschreiberkonferenz begrüßt Frau Kathrin Arioli, Staatsschreiberin des Kantons Zürich, als Vizepräsidentin. Die anderen Positionen im Vorstand wurden in ihrer Gesamtheit wiedergewählt, nämlich Walter Thurnherr, Bundeskanzler, Danielle Gagnaux-Morel, Staatskanzlerin des Kantons Freiburg, als Generalsekretärin, und Roger Nobs, Ratschreiber des Kantons Appenzell Ausserrhoden, als Verantwortlicher für die Institutionen.

Die Schweizerische Staatsschreiberkonferenz umfasst die Staatsschreiberinnen und -schreiber der 26 Kantone, den Regierungssekretär des Fürstentums Lichtenstein, sowie die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler und die Vizekanzlerinnen oder -kanzler des Bundes. Die SSK fördert die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen und dem Bund und den Informationsaustausch über Aufgaben und Dossiers, welche die Staatskanzleien betreffen, sowie über solche von allgemeiner Bedeutung für die Kantone und den Bund. In Krisensituationen ist sie oft ein wichtiges Bindeglied, um die Kommunikation zwischen den Kantonen und mit dem Bund zu erleichtern.